Copy Trading


Willkommen auf copytrading-online.de – Sie interessieren sich für Copy Trading? Auf unserem online Ratgeber finden Sie alles Wissenswerte zum Thema! Kopieren Sie Strategien erfolgreicher Trader und werden Sie Teil eines riesigen Netzwerks.

Egal, ob Backrezept, Erziehungstipps oder Anleitung zum korrekten Binden einer Krawatte: All das wird mittlerweile von einer großen Community geteilt, diskutiert und abgerufen. So ist es auch auf dem Gebiet des Trading. Seitdem das Onlinetrading als logische Konsequenz der voranschreitenden Digitalisierung nun bekannt und unter der Masse der Anleger weitestgehend akzeptiert ist, zeichnet sich ein neuer, längst nicht so bekannter Trend ab: das sogenannte „Copy Trading“.

In allen Bereichen des Lebens erfährt man eine zunehmende Vernetzung. Viele Dinge, die noch vor wenigen Jahren offline angesiedelt waren, sind heute ohne Vernetzung gar nicht mehr denkbar. Man kann dem Nahverkehrsbetrieb seiner Stadt in sozialen Netzwerken folgen und sich über Zugausfälle, Busverspätungen und Monatskartenrabatte in Echtzeit informieren lassen. Immer weiter verbreitet ist auch die Nutzung sozialer Netzwerke als Ratgeber.

Die Definition dieses Begriffes ist sehr weit gefasst. Sie reicht von allgemeinen Diskussionen über Anlageobjekte in sozialen Netzwerken über Vergleichsseiten für Broker bis zu konkreten Tipps. Unter den Begriff „Copy Trading“ fallend, aber kein Synonym dazu, ist das „Social Trading“.

Unsere Redaktion empfiehlt:


Was ist Copy Trading?

So wird das Kopieren des ganzen Portfolios eines anderen Traders bezeichnet. Das System dahinter ist alles andere als neu. Schon seit jeher gibt es Finanzgurus, denen man nachzueifern versucht. Die neuesten Anlageentscheidungen Warren Buffets werden in den einschlägigen Medien aufgeregt behandelt und von vielen Investoren nachgeahmt. Seine Geheimtipps, in die er investiert, werden schon kurz nach Bekanntwerden seiner Entscheidung unter Anlegern auf der ganzen Welt beliebt.

Zwar ist Warren Buffet alles andere als ein typischer Trader, denn er investiert stets langfristig, doch lässt sich an seinem Beispiel das Phänomen des „Copy Trading“ in freier Wildbahn sehr gut demonstrieren.

Solche Situationen, wie das Vertrauen in die Vorbilder sie schafft, können zu einer selbsterfüllenden Prophezeiung werden (der Experte sagt einer Aktie steigende Kurse voraus, weshalb alle diese Aktie kaufen, wodurch der Kurs steigt) und wurden vor einer wirksamen Regulierung gelegentlich ausgenutzt, indem Großinvestoren bestimmte Aktien kauften und sodann zu einem wegen der Nachahmer gestiegenen Kurs verkauften.

Copy Trading und Social Trading Netzwerk

Das Copy Trading (allgemein das Social Trading, bei dem das Wort „Social“ tatsächlich in mehreren Hinsichten zutrifft) jedoch läuft anders ab. Es setzt guten Willen voraus und funktioniert in Teilen ein bisschen als Mentor-Schüler Prinzip: Ein sogenannter „Signalgeber“ gewährt seinen „Followern“ Einblick in seine Anlageentscheidungen und im Idealfall auch in die Entscheidungsprozesse. Seine „Follower“ bauen dann das Depot ihres Mentors in gleichen Verhältnissen nach.

Es ist ein System des gewollten Trittbrettfahrens. Dieses System ist vor allem für Anleger mit wenig Erfahrung, gewissermaßen „Anfänger“ geeignet. Man braucht keine Vorkenntnisse, um einem erfahrenen und erfolgreichen Anleger einfach zu folgen. Dennoch ist es empfehlenswert, sich vorher genau mit dem Portfolio, das man nachbaut, zu beschäftigen.

Copy Trading Analyse vorab machenDazu gehört auch, dass die Performance, die der Trader bis zum Zeitpunkt der Prüfung hingelegt hat, ent- und in verschiedene Faktoren aufschlüsseln kann (was ist Glück, was Strategie?). Ist dies nicht der Fall, sollte er besser von einem Nachbau absehen. Doch das Social Trading System ist nicht nur für unerfahrene Anfänger geeignet, auch erfahrene Anleger können davon profitieren.

Wenn sie von der Portfoliostruktur eines Signalgebers überzeugt sind, spricht nichts dagegen, ihm zu folgen. Sie haben möglicherweise sogar den Vorteil, dass sie einen besseren Überblick über das, was sie machen, und die Taktik, der sie folgen, haben, sodass sie ihre Entscheidungen bewusster und überlegter treffen können. Copy-Trading bietet ungeübten Anlegern also eine Möglichkeit, trotz der eigenen Unerfahrenheit von Erfahrungswerten zu profitieren, erfahrenen Anlegern jedoch zumindest Inspiration.

Neben der Bewertung des Traders durch die Community spielt auch die Performance, die man am besten auf einen längeren Zeitraum untersucht, um das Risiko eines zufälligen und kurzzeitigen Anstiegs zu minimieren, eine große Rolle. Sodann sollte der Follower alle Begründungen und Prognosen des Traders zumindest grob nachvollziehen können.

Verschiedene Anbieter im Überblick

Natürlich gibt es nun auch Anbieter, die das Modell des Copy Trading kommerzialisieren. Deren System funktioniert dabei folgendermaßen: Sie vermitteln Signalgeber und Follower über ihre Internetseite miteinander. Die Signalgeber profitieren von einer Provision, die sie für jeden, der ihnen folgt, erhalten. In vielen Fällen bekommen sie auch Erfolgsprämien. Die Vermittler verdienen entweder an Provisionen, die sie von den mit ihnen zusammenarbeitenden Brokern bekommen, oder, wenn sie selbst Broker sind, an einem etwas höheren Spread.


eToro

Copy Trading bei etoro

 

 

Das nach nach eigenen Angaben „größte Social-Investment Netzwerk der Welt“ wirbt auf seiner ansprechenden Website damit, bereits mehr als 4,5 Millionen Nutzer zu haben und ein Vorreiter auf dem Gebiet des Copy Trading zu sein. Etoro zeichnet sich unter anderem dadurch aus, dass es seine Signalgeber sowohl unmittelbar in Geld auszahlt, als auch den Spread für deren eigene Trades senkt. In externen Internetforen gibt es jedoch auch Kritik an der Plattform: Zwar sei der Aufbau einfach und die Oberfläche leicht zu verstehen (sie ist in über 20 Sprachen aufrufbar), doch sei die Seite oft langsam. Vor allem der Support und die Orderausführung gingen nur schleppend voran. Auch entsprächen die auf der Seite zugrunde gelegten Kurse nicht der Realität (das wird vielen Onlinebrokern vorgeworfen).

zum eToro Erfahrungsbericht


Wikifolio

Social Trading bei Wikifolio

 

 

Wikifolio bietet seinen Kunden eigene Zertifikate an, die sich auf einzelne Portfolios beziehen. Dem österreichischen Unternehmen, dessen Zertifikate ein monatliches Handelsvolumen von mehreren hundert Millionen Euro erreichen, wird vom Wallstreet Journal Deutschland „im Vergleich zu den Flaggschiffen der Fondsbranche eine herausragende Transparenz“ diagnostiziert. Wikifolio ist kein eigener Broker, sodass die Zertifikate, auf die Wikifolio eine jährliche Gebühr von 0,95 Prozent erhebt, über einen anderen erworben werden müssen.

zum Wikifolio Erfahrungsbericht


Ayondo

Copytrading bei ayondo

 

 

Der in Frankfurt gegründete Copy Trader Ayodo gehört zu den 50 wichtigsten Anbietern sogenannter „FinTech“ und kann dank eines Investors aus Singapur beständig weiter wachsen. Die Trades werden über den ebenfalls zur Ayondo Gruppe gehörenden Broker „Ayondo markets ltd.“ abgewickelt. Bei Ayondo spielen nicht nur die Bewertungen der Community eine Rolle: Wenn ein Signalgeber eine vorgegebene Verlustgrenze nicht einhält, kann man ihm als Anleger nicht mehr folgen. Es besteht also eine gewisse Qualitätskontrolle. Auf dem Ayondo Blog findet man sowohl Nachrichten über das internationale Marktgeschehen, als auch interne Neuigkeiten rund um Ayondo selbst.

zum Ayondo Erfahrungsbericht


ZuluTrade

Zulutrade Copytrading

 

 

ZuluTrade besteht seit 2007 und setzt stark auf Risikominimierung. Bevor man mit echtem Geld handelt, hat man die Möglichkeit, 30 Tage lang ein Demo-Konto zu führen. Auch bei einem echten Konto, dessen Einrichtung ab 250€ Depotgröße möglich ist, kann der Nutzer, um zum Beispiel bei Optionsgeschäften nicht den Überblick zu verlieren (zumal er ja nicht selbst aktiv handelt), mit dem „Margin-Call-o-Meter“ selbst einstellen, an welchem Punkt ZuluTrade ihn vor einem überhebelten Konto warnen soll. Die Registrierung bei einem Onlinebroker muss über ZuluTrade abgewickelt werden. Der von ZuluTrade bevorzugte Broker ist AAAFx.

zum ZuluTrade Erfahrungsbericht


Copypop

Social Trading Copypop

 

 

Copypop ist die Social Trading Plattform des Brokers für binäre Optionen „anyoption“ und sogar als mobile App verfügbar. Die seit Januar 2015 verfügbare Webseite funktioniert etwas anders als die meisten anderen Anbieter von Copy Trading: Hier gibt es eine Begrenzung an Followern, die ein Signalgeber haben kann. Diese Begrenzung, die bei einer relativ geringen Anzahl von 100 festgesetzt ist, verhindert, dass es gewisse „Startrader“ gibt, auf die sich ein Großteil der Nutzer verlässt und von deren Erfolg auch der Erfolg der ganzen Plattform abhängt.

Sodann kann jeder jedem folgen: Zwar werden Signalgeber von Copypop vergütet, doch hat man keinen Einfluss darauf, ob man einer ist oder nicht. Es gibt keine unterschiedlichen Konten, und selbst wenn sich ein Nutzer nicht zum Signalgeber berufen fühlt und lediglich dritten folgt, können wiederum andere ihm dennoch folgen. Auf dieser Plattform ist der Gedanke eines ausgeglichenen sozialen Netzwerks also am ausgeprägtesten und auch am stärksten umgesetzt: Das ganze System beruht auf vollkommen gleichberechtigten Nutzern. Das kann natürlich auch ein höheres Risiko bedeuten.


Worauf bei der Wahl des Anbieters zu achten ist

Egal, für welchen Copy Trading Anbieter man sich entscheidet, man sollte dabei ein gutes Gefühl haben. Es ist wichtig, vorher Erfahrungsberichte zu studieren. Solche findet man für dieses Gebiet vor allem in Onlineforen. Man darf sich dabei jedoch nicht auf lediglich eine Quelle stützen, da die Unabhängigkeit vieler infrage gestellt werden muss. Zusätzlich zu den Erfahrungen anderer spielt auch der eigene Eindruck eine wichtige Rolle: Wie wirkt das Auftreten des Anbieters? Ist er seriös? Ist die Einlage nicht möglicherweise durch eine ständig drohende Insolvenz des Social Trading Anbieters gefährdet?

Trader werdenUm diese Punkte zu klären, sollte man sich genügend Zeit nehmen. Anhaltspunkte sind die Übersichtlichkeit und Verständlichkeit der Allgemeinen Geschäftsbedingungen ebenso wie die Höhe der Provision, die verlangt wird. Aber auch ganz banale und im wahrsten Sinne des Wortes oberflächliche Merkmale wie die Professionalität des Layouts der Webseite oder die Qualität der verwendeten Sprache sollten nicht außer Acht gelassen werden. Man muss sich bei der Vorbereitung und Planung genügend Zeit nehmen.

Die Tatsache, dass man „nur“ einen anderen Trader kopiert, befreit den Anleger nämlich nicht von der Pflicht, sich gründlich zu informieren. Das sollte ein wichtiger Teil des ganzen Vorgangs bleiben. Denn nur, wer die Fakten kennt, kann auf solider Grundlage sein Geld investieren, es dem Signalgeber und dem Copy Trading Anbieter in gewisser Weise „anvertrauen“. Man sollte also sowohl über die Plattform im Allgemeinen, als natürlich auch über den jeweiligen Trader, dem man folgen möchte, im Speziellen genauestens im Bilde sein.


Handelsinstrumente beim Copy Trading

Auf den meisten Copy Trading Plattformen wird mit CFDs (contract for difference) gehandelt. Das sind Derivate, die auf einem simplen Prinzip beruhen: Ihr Wert entspricht der Differenz zwischen dem Kurs des Basiswertes zum Zeitpunkt des Kaufs und dem Kurs zum Zeitpunkt des Verkaufs. Anders als klassische Optionsscheine haben sie keine festgelegte Laufzeit, allerdings lohnt es sich wegen hoher Gebühren in vielen Fällen nicht, sie überhaupt länger als einen Tag zu halten.

Diese Differenzkontrakte werden außerbörslich gehandelt und sind in den USA sogar verboten. Deswegen weisen gewisse Anbieter des Copy Trading auch auf unterschiedliche Nutzungsbedingungen für Bürger der Vereinigten Staaten oder Kunden mit Wohnsitz in den Vereinigten Staaten hin. Gerade weil es außerbörslich gehandelte Wertpapiere sind, bergen CFDs in der Regel ein weiteres Risiko: Die Kurse werden in vielen Fällen eben nicht von der Börse, sondern von dem Broker oder der Bank, über die sie gehandelt werden, festgelegt.

Diese Händler sind jedoch oft an dem Geschäft beteiligt, sodass sie ein einseitiges Interesse haben. Das führt nicht selten zu Kursmanipulationen in dem Sinne, dass die Kurse nicht allein auf Basis von Angebot und Nachfrage, sondern vor allem in Hinblick auf die für den Broker oder die Bank günstigere Variante bestimmt werden.


Copy Trading: Erfolgschancen erhöhen und Risiken minimieren

Chancen und Risiken beim Copy TradingWie hoch die Chancen auf Erfolg mit Copy Trading schließlich sind, hängst nicht zuletzt davon ab, ob man eine gewisse Sorgfalt bei der Vorbereitung hat walten lassen, ob man also im Vorfeld alles richtig gemacht hat. Ist das der Fall, kann man in der Regel auf gutes Gelingen hoffen. Vielen mag Copy Trading eine besonders riskante Art des Glücksspiels scheinen. In Teilen ist das auch nicht falsch, denn tatsächlich hat der Anleger, der einem Signalgeber folgt, keinen unmittelbaren Einfluss auf den Verbleib seines Geldes.

Außerdem mag es in vielen Fällen zutreffen, dass der Follower die Anlageentscheidungen des Signalgebers nicht vollkommen nachvollziehen kann. Das führt dazu, dass er natürlich auch keinerlei Vorstellung von dem mit der Einlage verbundenen Risiko hat und ebenso wenig eine Einschätzung, wie hoch die Aussichten auf Erfolg sind, vornehmen kann. Da die Trader auf den Social Trading Plattformen der meisten Anbieter jedoch ein Ranking haben, lassen sich die Chancen auf Erfolg oft ganz einfach berechnen beziehungsweise sogar ablesen: Teil des Traderprofils ist eben besagte Erfolgsquote.

Wenn man sagt, daraus könne man die zukünftigen Chancen des Traders und somit die eigenen als Follower berechnen, lässt man natürlich außer Acht, dass sich die Lage an den Märkten ändern kann und es noch viele weitere äußere Einflüsse gibt, die man selbst nicht nachvollziehen, geschweige denn vorherbestimmen kann. Im Großen und Ganzen aber ist die Erfolgsquote des Traders , dem man folgen will, ein Wert, mit dem man arbeiten und auf den man seine eigenen Berechnungen stützen kann.

Außerdem beruht das System des Copy Trading fundamental auf dem Prinzip der sogenannten „Schwarmintelligenz“: Die Theorie dazu besagt, dass, wo viele Menschen zusammen etwas lenken, durch eine vielfältige Diskussion am Ende im Durchschnitt eine gute und richtige Entscheidung getroffen wird.

traden lernen von anderenSelbst wenn man diese Annahme nicht teilt (gerade der Schwarm an den Finanzmärkten lässt allzu oft an einer solchen Intelligenz zweifeln und hat die Bezeichnung „Herde“ eher verdient), muss man bedenken, dass auf Social Trading Foren viele Experten vertreten sind, die ihre Einschätzungen und Tipps vollkommen kostenlos zur Verfügung stellen, und dass viele der Zahlen für sich selbst sprechen.

Social Trading im Allgemeinen und Copy Trading im Speziellen liegen, was die Aussicht auf Erfolg angeht, also definitiv nicht hinter dem freien Markt mit all seinen unübersichtlichen und unverständlichen Wertpapieren, Finanzinstrumenten, Regeln und Risiken, die dem normalen Anleger nur in den seltensten Fällen erklärt werden. Anders ist das beim Social Trading: Hier wird man in einem der vielen Foren Hilfe von Leuten mit einer gewissen Expertise bekommen.

Tipp: Weitere Informationen zur Risikominimierung

Selbstverständlich ist ein solches Modell nicht für alle das Richtige: Erfahrene Anleger, die bereits ihre eigene Strategie haben, diese durchziehen wollen, glauben, keine Inspiration mehr zu brauchen, und sich nicht durch eine Community, in der sicherlich nicht immer Einigkeit herrscht, verwirren lassen wollen, können natürlich auf Copy Trading verzichten. Trotz allem bleibt es nämlich eine Typsache.

Vor- und Nachteile von Social Trading

Social Trading ist eine interessante Alternative zum normalen Trading: Man braucht als Anleger, besser gesagt als Follower keine Erfahrung, um in den Wertpapierhandel einzusteigen. Es reicht, sich ein theoretisches Wissen anzueignen und den Überblick über die eigenen Transaktionen (oder die fremden mit dem eigenen Geld) zu behalten. Das wiederum ist nicht allzu schwierig, wenn man nicht zu vielen Signalgebern gleichzeitig folgt. Als Signalgeber hingegen kann man sich mit erfolgreichen Trades die Anerkennung der Community verdienen, vor allem aber echtes Geld.

social trading leicht gemachtAuf beiden Seiten winkt also die Aussicht auf einen rentablen Profit. Der Arbeitsaufwand ist recht gering, in Bezug zu der zu erwartenden Rendite ist er fast zu vernachlässigen. Hinzu kommt, dass innerhalb der Community niemand ein Interesse daran hat, den anderen zu betrügen oder ihm in sonst irgendeiner Weise zu schaden. Die Entscheidungen beruhen also auf einem in den meisten Fällen gerechtfertigten Vertrauen.

Die Erfahreneren innerhalb einer Community fungieren als Anlageberatung, mit dem Unterschied, dass man sie weder direkt bezahlen muss, wie es bei privaten Anlageberatern der Fall ist, noch, dass sie dem Anleger bedingungslos und zu seinem eigenen Nachteil bestimmte Anlageobjekte andrehen wollen, wie es leider oft bei institutionellen Beratungen der Fall ist; die Berater bekommen von ihrer Bank oft eine Provision für die Vermittlung hauseigener Papiere.

Beim Copy Trading sitzen Signalgeber und Follower in einem Boot, weil der Signalgeber oftmals mit echtem, und zwar mit seinem eigenen Geld handelt. Jedoch sind auch Betrugsfälle nicht ausgeschlossen. Immer wieder mischen auf dem Markt des Onlinefinanzhandels Betrüger oder unseriöse Anbieter mit. Vertrauen, was, wie bereits erwähnt, ein äußerst wichtiger Bestandteil des Ganzen ist, macht natürlich auch angreifbar und lässt sich ausnutzen.

Zudem besteht trotz allen Einlesens in die Thematik und trotz aller Sicherheitsmechanismen des Anbieters, sofern überhaupt aktiviert, die Gefahr, den Überblick zu verlieren, nicht rechtzeitig zu reagieren, und so (im schlimmsten Falle mit einem überhebelten Konto) nicht unbeträchtliche Verluste einzufahren.

Tipp: Weitere Informationen zu Vor- und Nachteilen

Zusammenfassend lässt sich also sagen, dass Copy Trading das Spektrum der möglichen Finanzgeschäfte ganz beträchtlich erweitert. Es ist auch für erfahrene Anleger, wegen der einfachen Verständlichkeit vor allem aber für Anfänger geeignet. Es sollte jedoch, egal von wem, stets mit Vorsicht und dem Bewusstsein des noch immer vorhandenen Risikos behandelt werden.